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Papst Franziskus fordert uns auf, eine synodale Kirche zu werden.

 

Zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche und um Lehren aus der hierzu für die deutsche Bischofskonferenz erstellten MHG-Studie zu ziehen, haben das Zentralkomitee der Katholiken in Deutschland (ZdK) und die deutsche Bischofskonferenz (DBK) jeweils mit großen Mehrheiten beschlossen, sich gemeinsam auf einen synodalen Weg zu begeben.

 

Dieser startete bundesweit am 1. Advent und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

Die erste Synodalversammlung findet vom 30.01.2020 bis 01.02.2020 in Frankfurt am Main statt.

 

Auch in der Diözese Passau begann der Synodale Weg am 1. Advent. Beim Gottesdienst im Dom am Sonntag, 01.12.2019 um 09.30 Uhr entzündeten der Diözesanratsvorsitzende Markus Biber und Bischof Dr. Stefan Oster SDB symbolisch gemeinsam die Synodal-Kerze.

 

In der Folge wird es auch in der Diözese Passau Möglichkeiten geben, sich in den Synodalen Weg einzubringen.

 

Bischof Dr. Stefan Oster SDB und Diözesanratsvorsitzender Markus Biber haben dazu ein Grußwort verfasst, das am Sonntag in allen Gottesdiensten verlesen wurde.

 

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(Foto: pbp)

 

Der Synodale Weg möchte die drängendsten Fragen der Gläubigen aufnehmen und Veränderungen bewirkten, sagte Bischof Dr. Stefan Oster SDB in seiner Predigt.

Gemeinsam mit den Diözesanratsvorsitzenden Markus Biber entzündete er die Synodale Kerze, die den Beginn des Synodalen Weges symbolisieren soll. Im Anschluss wur­den von den Mit­glie­dern des Diö­ze­san­ra­tes Für­bit­ten für ein gutes Gelin­gen des Syn­oda­len Weges und eine Stär­kung der christ­li­chen Gemein­schaft gesprochen.

Weitere Eindrücke dazu finden Sie hier: www.bistum-passau.de/artikel/pontifikalgottesdienst-zum-beginn-des-synodalen-weges

 

Weg der Umkehr und der Erneuerung: Marx und Sternberg schreiben Brief an die Gläubigen in Deutschland


Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland soll ein „Weg der Umkehr und der Erneuerung sein, der dazu dient, einen Aufbruch im Lichte des Evangeliums zu wagen und dabei über die Bedeutung von Glaube und Kirche in unserer Zeit zu sprechen und Antworten auf drängende Fragen der Kirche zu finden“, so schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, in einem Brief an die Katholikinnen und Katholiken in Deutschland.

Marx und Sternberg laden dazu ein, sich aktiv am Synodalen Weg zu beteiligen.

Hier können Sie den Wortlaut dieses Briefes nachlesen.

 

Nach ausführlicher Debatte stimmte die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Freitag, dem 22. November 2019, der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem ZdK-Hauptausschuss erarbeiteten Fassung der Satzung des Synodalen Weges zu.

Für die inhaltliche Arbeit des Synodalen Weges werden vier Synodalforen eingerichtet. Sie erarbeiten die Vorlagen für die Synodalversammlung. Bisher gab es vier Foren, die vorbereitend für den Synodalen Weg gearbeitet haben („Macht, Partizipation, Gewaltenteilung“, „Sexualmoral“, Priesterliche Lebensform“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“). Die Synodalforen führen diese Themen fort und heißen künftig „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilhabe und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Die vier Foren werden jeweils von einem Bischof und einem Laien geleitet.

 

Synodaler Weg: Delegierter des Diözesanrats steht fest


Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Passau ist mit seinem Vorsitzenden, Markus Biber, in der Delegation des Zentralkomitees der deutschen Katholiken für den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland vertreten. Weitere Vertreter aus der Diözese Passau sind Bischof Dr. Stefan Oster SDB und der Vorsitzende des Priesterrates Pfarrer Christian Kriegbaum.

 

Erste Synodalversammlung in Frankfurt am Main 30.01. - 01.02.2020

 

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Foto: © Synodaler Weg/Malzkorn

             

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Foto: © Synodaler Weg/Malzkorn

             

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Foto: © Synodaler Weg/Malzkorn

 

Diözesanratsvorsitzender Markus Biber zieht eine persönliche Bilanz der ersten Versammlung:

"Der Wille der übergroßen Mehrheit der Teilnehmer, hier gemeinsam etwas Gutes für die katholische Kirche in Deutschland und darüber hinaus zu erreichen, war sehr deutlich spürbar. Dies lässt auch auf eine gute Zusammenarbeit auf dem weiteren Synodalen Weg hoffen. Es war hier keine Kluft zwischen Klerus und Laien zu verspüren, sondern allenfalls zwischen vereinzelten Personen und dem großen Rest der Synodalen.

Als kleiner Wermutstropfen in die gute Stimmungslage fällt lediglich die undemokratische Besetzung der Synodal-Foren, die vor allem dazu führt, dass weniger bekannte Synodale oder Synodale aus kleineren Diözesen keine Möglichkeit haben, an der inhaltlichen Arbeit zu den Themen in den Synodal-Foren mitzuwirken. Außerdem sind durch diese Vorgehensweise aus vielen Diözesen lediglich Bischöfe, aber keine Laien in den Foren vertreten.

Zu den einzelnen Foren sind laut Geschäftsordnung jedoch Hearings vorgesehen, an denen sich alle Synodalen beteiligen können und somit die Möglichkeit haben, noch thematisch Einfluss auf die Arbeit in den Foren zu nehmen. Auf diesem Wege können somit noch Eingaben aus den einzelnen Diözesen eingebracht werden. Mangels demokratischer Besetzung müssen daher diese Möglichkeiten zur thematischen Mitarbeit wahrgenommen werden.

(Den vollständigen Bericht zur Versammlung finden Sie hier.)

  

Mehr Informationen zum Synodalen Weg finden Sie auf der Homepage des Bistums Passau sowie auf der eigens dafür eingerichteten Seite www.synodalerweg.de.

 

 

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