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Macht und Gewaltenteilung in der Kirche/im Bistum Passau – Überlegungen und Anregungen auf Basis der Impulse des Synodalen Weges

2. Gesprächsforum

Bereits zum 2. Mal trafen sich am 16. April 2021 Vertreter und Vertreterinnen der Jugend- und Erwachsenenverbände, der geistlichen Gemeinschaften, des Priesterrates, der pastoralen Berufsgruppen, des Sachausschusses Laienapostolat sowie der Vorstand des Diözesanrates, um gemeinsam am Thema "Kirche vor Ort 2030: Verantwortung, Macht und Gewaltenteilung" weiterzuarbeiten. Bei diesem Treffen ging es darum, Ideen und Visionen zu entwickeln, welche Veränderungen in Bezug auf Verantwortung, Macht und Gewaltenteilung für eine Kirche vor Ort in den Grunddiensten christlicher Gemeinschaften notwendig sind. 

Die Arbeitsgruppe "Synodaler Weg" wird nun an den dabei entstandenen Ergebnissen weiterarbeiten. Ziel ist ein Thesenpapier, das beim 3. Gesprächsforum am 16. Juli 2021 gemeinsam mit Bischof Dr. Stefan Oster diskutiert werden soll.

 

1. Gesprächsforum

Am 29. Januar 2021 fand ein Gesprächsforum des Diözesanrates und der Verbände mit Bischof Dr. Stefan Oster statt.
Zielsetzung war die Frage, wie Reformschritte im Bistum Passau angepackt werden können, ausgehend vom Arbeitspapier des Synodalen Weges zu „Macht und Gewaltenteilung“. Dazu sollten erste Ideen ausgetauscht werden.

Nach verschiedenen Statements ging es darum, welche Wege der Veränderung bzw. Reform von „Macht und Gewaltenteilung“ in der Kirche, im Bistum, in der Pfarrei, im pastoralen Raum denkbar wären.

 

Einige Ideen daraus:
• Glaubwürdig sein, bzw. werden in der Leitung: Leitungsverständnis und Leitungspraxis von Ortspfarrer bzw. Dekan.
• Alle Entscheidungen, die vor Ort getroffen werden können, müssen auch vor Ort, in der Pfarrei getroffen werden: Subsidiarität ernst nehmen!
• Was verstehen wir unter Macht in der Kirche? Von welcher Macht reden wir? Es braucht eine Verständigung über unsere Definitionen.
• Pfarrei gelingt im gegenseitigen Vertrauen. In Zukunft wird aber die aktuelle Pfarrerpräsenz nicht mehr möglich sein: Befähigen, Berufungen sehen und fördern.
• Stärkung der Rolle der Laien in der Pfarrei.
• …

 

Für die Weiterarbeit wurde vereinbart:
Im Bistum Passau soll es einen synodalen Gesprächsprozess geben. Es soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die weitere Gesprächsforen vorbereitet und durchführt mit den inhaltlichen Fragestellungen:

  • Wie werden Pfarreien der Zukunft aussehen?
  • Was braucht es an Voraussetzungen/Bedingungen, damit die Pfarrei der Zukunft gelingen kann?
  • Wie müssen Macht und Verantwortung verteilt sein, damit Kirche vor Ort in Zukunft lebendig ist?

 

Darüber hinaus wurde vereinbart, dass sich der Kreis der Teilnehmenden an diesem Gesprächsforum mindestens zweimal pro Jahr trifft. Zu begrüßen sind weitere Formen und Ebenen der Auseinandersetzung zu den vier Arbeitsthemen des Synodalen Weges.

 

Regionen-Konferenz am 4. September 2020 in München

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©Synodaler Weg/Robert Kiderle   ©Synodaler Weg/Robert Kiderle   ©Synodaler Weg/Robert Kiderle

 

Für das Bistum Passau haben an der Regionenkonferenz des Synodalen Weges in München am 04.09.2020 Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Diözesanratsvorsitzender Markus Biber und der Sprecher des Priesterrates Pfarrer Christian Kriegbaum teilgenommen.

Am Vormittag wurde ein aktuelles Thesenpapier zur Corona-Pandemie und ihren Folgen für das kirchliche Leben diskutiert. Hier wurde deutlich, dass die Entwicklungen von Ort zu Ort völlig unterschiedlich sind und sehr an der Kreativität und dem Engagement der einzelnen Christen (ob hauptamtlich oder ehrenamtlich) hängt. Positiv erwähnt wurde die Wiederbelebung der Hauskirche, das Engagement für die Alleinstehenden oder Risikogruppen sowie die gut angenommenen Videogottesdienste. Kardinal Reinhard Marx brachte es mit dem Auspruch auf den Punkt: „Die, die vorher schon geschlafen haben, haben es weiter getan, die, die bereits engagiert gewesen sind, sind noch aktiver geworden“. Einig war man sich dahingehend, dass es für eine Gesamtbilanz und eine detaillierte Bewertung des Agierens der katholischen Kirche in der Corona-Krise noch "zu früh" ist.

Am Nachmittag wurden die beiden bisher erarbeiteten Thesenpapiere aus den Synodal-Foren „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ kontrovers aber sehr argumentativ, offen und ehrlich diskutiert und Wünsche sowie Bedenken zu den einzelnen Streitfragen formuliert. Besonders beeindruckend war ein persönliches Zeugnis eines Teilnehmers zum zweiten oben genannten Themenbereich.

Atmosphärisch war das Hearing/die Regionenkonferenz wesentlich weniger aufgeladen und weniger hitzig als etwa der Start des „Synodalen Weges“ in Frankfurt, als erstmals die größtmöglichen Gegensätze innerhalb der katholischen Kirche aufeinanderprallten. Dies mag auch am kleineren Auditorium gelegen haben. Selbstverständlich gab es aber auch in München wieder die Vertreter der extremen Meinungen bzw. die Sprecher der jeweiligen Lager. Dennoch konnte man guten Gewissens in der Diskussion um die Sache wieder den Eindruck gewinnen, dass die allermeisten Teilnehmer sehr an einem Miteinander und vor allem an gemeinsamen Lösungen/Ergebnissen zum Umgang mit den aufgeworfenen Zukunftsfragen gelegen ist.

Hier liegt jedoch noch sehr viel Arbeit vor den Foren und den Synodalversammlungen.

Die Form des Hearings/der Regionenkonferenz hat sich jedoch als gutes Mittel für den Dialog in Zeiten der Corona-Pandemie und vielleicht nicht nur in diesen bewährt.

                                                                                          

Markus Biber, Diözesanratsvorsitzender

 

 

Erste Synodalversammlung in Frankfurt am Main 30.01. - 01.02.2020

 

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Foto: © Synodaler Weg/Malzkorn

             

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Foto: © Synodaler Weg/Malzkorn

             

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Foto: © Synodaler Weg/Malzkorn

 

Diözesanratsvorsitzender Markus Biber zieht eine persönliche Bilanz der ersten Versammlung:

"Der Wille der übergroßen Mehrheit der Teilnehmer, hier gemeinsam etwas Gutes für die katholische Kirche in Deutschland und darüber hinaus zu erreichen, war sehr deutlich spürbar. Dies lässt auch auf eine gute Zusammenarbeit auf dem weiteren Synodalen Weg hoffen. Es war hier keine Kluft zwischen Klerus und Laien zu verspüren, sondern allenfalls zwischen vereinzelten Personen und dem großen Rest der Synodalen.

Als kleiner Wermutstropfen in die gute Stimmungslage fällt lediglich die undemokratische Besetzung der Synodal-Foren, die vor allem dazu führt, dass weniger bekannte Synodale oder Synodale aus kleineren Diözesen keine Möglichkeit haben, an der inhaltlichen Arbeit zu den Themen in den Synodal-Foren mitzuwirken. Außerdem sind durch diese Vorgehensweise aus vielen Diözesen lediglich Bischöfe, aber keine Laien in den Foren vertreten.

Zu den einzelnen Foren sind laut Geschäftsordnung jedoch Hearings vorgesehen, an denen sich alle Synodalen beteiligen können und somit die Möglichkeit haben, noch thematisch Einfluss auf die Arbeit in den Foren zu nehmen. Auf diesem Wege können somit noch Eingaben aus den einzelnen Diözesen eingebracht werden. Mangels demokratischer Besetzung müssen daher diese Möglichkeiten zur thematischen Mitarbeit wahrgenommen werden.

(Den vollständigen Bericht zur Versammlung finden Sie hier.)

  

Mehr Informationen zum Synodalen Weg finden Sie auf der Homepage des Bistums Passau sowie auf der eigens dafür eingerichteten Seite www.synodalerweg.de.

 

 

Synodaler Weg: Delegierter des Diözesanrats steht fest

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Passau ist mit seinem Vorsitzenden, Markus Biber, in der Delegation des Zentralkomitees der deutschen Katholiken für den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland vertreten. Weitere Vertreter aus der Diözese Passau sind Bischof Dr. Stefan Oster SDB und der Vorsitzende des Priesterrates Pfarrer Christian Kriegbaum.

 

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Weg der Umkehr und der Erneuerung: Marx und Sternberg schreiben Brief an die Gläubigen in Deutschland

Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland soll ein „Weg der Umkehr und der Erneuerung sein, der dazu dient, einen Aufbruch im Lichte des Evangeliums zu wagen und dabei über die Bedeutung von Glaube und Kirche in unserer Zeit zu sprechen und Antworten auf drängende Fragen der Kirche zu finden“, so schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, in einem Brief an die Katholikinnen und Katholiken in Deutschland.

Marx und Sternberg laden dazu ein, sich aktiv am Synodalen Weg zu beteiligen.


Hier können Sie den Wortlaut dieses Briefes nachlesen.

 

Nach ausführlicher Debatte stimmte die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Freitag, dem 22. November 2019, der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem ZdK-Hauptausschuss erarbeiteten Fassung der Satzung des Synodalen Weges zu.

Für die inhaltliche Arbeit des Synodalen Weges werden vier Synodalforen eingerichtet. Sie erarbeiten die Vorlagen für die Synodalversammlung. Bisher gab es vier Foren, die vorbereitend für den Synodalen Weg gearbeitet haben („Macht, Partizipation, Gewaltenteilung“, „Sexualmoral“, Priesterliche Lebensform“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“). Die Synodalforen führen diese Themen fort und heißen künftig „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilhabe und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Die vier Foren werden jeweils von einem Bischof und einem Laien geleitet.

 


Papst Franziskus fordert uns auf, eine synodale Kirche zu werden

Zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche und um Lehren aus der hierzu für die deutsche Bischofskonferenz erstellten MHG-Studie zu ziehen, haben das Zentralkomitee der Katholiken in Deutschland (ZdK) und die deutsche Bischofskonferenz (DBK) jeweils mit großen Mehrheiten beschlossen, sich gemeinsam auf einen synodalen Weg zu begeben.

 

Dieser startete bundesweit am 1. Advent und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

Die erste Synodalversammlung findet vom 30.01.2020 bis 01.02.2020 in Frankfurt am Main statt.

 

Auch in der Diözese Passau begann der Synodale Weg am 1. Advent. Beim Gottesdienst im Dom am Sonntag, 01.12.2019 um 09.30 Uhr entzündeten der Diözesanratsvorsitzende Markus Biber und Bischof Dr. Stefan Oster SDB symbolisch gemeinsam die Synodal-Kerze.

In der Folge wird es auch in der Diözese Passau Möglichkeiten geben, sich in den Synodalen Weg einzubringen.

Bischof Dr. Stefan Oster SDB und Diözesanratsvorsitzender Markus Biber haben dazu ein Grußwort verfasst, das am Sonntag in allen Gottesdiensten verlesen wurde.

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(Foto: pbb)

Der Synodale Weg möchte die drängendsten Fragen der Gläubigen aufnehmen und Veränderungen bewirkten, sagte Bischof Dr. Stefan Oster SDB in seiner Predigt.

Gemeinsam mit den Diözesanratsvorsitzenden Markus Biber entzündete er die Synodale Kerze, die den Beginn des Synodalen Weges symbolisieren soll. Im Anschluss wur­den von den Mit­glie­dern des Diö­ze­san­ra­tes Für­bit­ten für ein gutes Gelin­gen des Syn­oda­len Weges und eine Stär­kung der christ­li­chen Gemein­schaft gesprochen.

Weitere Eindrücke dazu finden Sie hier: www.bistum-passau.de/artikel/pontifikalgottesdienst-zum-beginn-des-synodalen-weges


 

 

 

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