Pastoral-struktureller Prozess im Bistum Passau

 

Leitwort: "Unser Bistum: Glaube lebt. Gemeinsam neu Kirche sein".

Dies ist das Leitwort, das in Zukunft über dem Weg der pastoralen und strukturellen Erneuerung stehen wird. Nach vielen Konsultationen, Beteiligungen und Beratungen sind die wichtigsten ersten Ergebnisse zu Beginn dieses Weges die folgenden:

  • Kirche lebt vor Ort, daher sollen unsere Pfarreien und Pfarrverbände nach Möglichkeit bestehen bleiben.
  • Vielfältige Verwaltungsaufgaben belasten Haupt- und Ehrenamtliche oft über Gebühr, daher sollen regionale Verwaltungszentren errichtet werden, um neuen Freiraum für die Seelsorge entstehen zu lassen.
  • Entlang der Verwaltungszentren soll nach Formen von intensiverer Kooperation in der Pastoral und im gemeinschaftlichem Leben gesucht werden.
  • Zentrale Orte geistlichen und gemeinschaftlichen Lebens sind sehr erwünscht, dürfen entstehen und sich entwickeln.
  • Der gesamte Prozess soll organisch wachsen und gedeihen können.

Diese fünf Ergebnisse sind - neben weiteren - aus zahlreichen Beratungen, Begegnungen mit Gruppen und Beteiligungsforen im Bistum entstanden sowie in der Steuerungsgruppe in einen Text gegossen worden. Sie stehen nun auch als Eckpunkte in den so genannten Leitlinien, die für den Weg der pastoralen und strukturellen Erneuerung im Bistum Passau formuliert wurden - und die nun zusammen mit der Präambel "Mission und Auftrag" von Bischof Stefan Oster veröffentlicht wurden.

"Wir haben die vielen Gespräche sowie Möglichkeiten der Begegnung und Beteiligung sehr ernst genommen, vieles ist eingeflossen, vieles wurde gehört und überdacht. Und deshalb haben die Texte "Mission und Auftrag" sowie die "Leitlinien" nun diesen Inhalt und diese Form", betont Bischof Stefan.

Wichtig ist in alledem auch ein organisches Vorgehen, das ebenfalls von der großen Mehrheit gewünscht wurde, sagt Generalvikar Dr. Klaus Metzl. Das werde zum Beispiel an den Verwaltungszentren deutlich. "Nach jetzigem Stand scheinen uns 18 solcher Zentren sinnvoll und auch für uns noch bezahlbar. Wir werden sie nach und nach einrichten - und dann den Pfarreien und Pfarrern eine Kooperation anbieten. Dies kann in Paketen geschehen, ob einer nur in Bauangelegenheiten Entlastung wünscht oder auch in anderen Dingen - oder ganz umfangreich. Wichtig ist dabei auch das Prinzip der Freiwilligkeit, zumindest in den ersten Jahren der Entwicklung. Wir wollen miteinander lernen, wie das gehen kann."

Bischof Stefan sieht entlang der Verwaltungszentren auch neue Seelsorgsräume entstehen: "Wir wollen und brauchen mehr und auch neue Formen der Kooperation, wenn wir die gewohnten Strukturen der Pfarreien erhalten wollen. Kreativität und vor allem auch Subsidiarität werden wichtig werden: Größere, zentralere Orte dürfen in Zusammenarbeit auch Orte von Angeboten sein, die kleinere nicht leisten können. Und wir brauchen das Hören auf Gottes Geist, der uns hilft, heute die Antworten auf die Herausforderungen zu finden: Wie finden wir neu und tiefer in unseren Glauben, wie können wir uns darin stärken, wie können wir konkrete Erfahrungen machen, wie unser Glaubenswissen vertiefen?" Antworten auf diese Fragen gebe es schon viele, aber es dürften auch neue entstehen. "In allem muss deutlich sein: Es geht uns darum, Christus zu kennen, zu lieben - und ihn in Wort und Tat in der Welt zu bezeugen, das ist unsere Mission - und dem muss Erneuerung insgesamt dienen."

Generalvikar Dr. Klaus Metzl und Personalreferent Domkapitular Josef Ederer werden in den nächsten Wochen die Dekanatskonferenzen besuchen und ausführlich Rede und  Antwort stehen - und einmal mehr hören, wie dieser Weg der pastoralen und strukturellen Erneuerung gut, transparent und möglichst gemeinsam gegangen werden kann. Darüber hinaus wird es auf dem gemeinsamen Weg natürlich noch weitere Beteiligungsmöglichkeiten geben.

 

--> Flyer Leitlinien "Unser Bistum: Glaube lebt."

 

Bistumsprozess.JPG

 

--> Bistum Passau will sich neu strukturieren (Artikel PNP v. 21.11.2017)

 


 

 

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